Wie die Grenze funktioniert
Gezählt werden die Anschaffungskosten aller Geschenke an denselben Empfänger im Wirtschaftsjahr, bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen netto. Übersteigt die Summe 50 €, entfällt der Abzug für alle Geschenke an diese Person, auch für die ersten. Die Geschenke müssen einzeln und getrennt aufgezeichnet werden.
Für Arbeitnehmer gilt die Grenze nicht, für sie gelten die Regeln zu Sachbezügen und Aufmerksamkeiten.
Pauschalsteuer beim Empfänger
Für den Empfänger ist das Geschenk grundsätzlich steuerpflichtig. Der Schenkende kann die Steuer nach § 37b EStG pauschal mit 30 % übernehmen. Streuwerbeartikel bis 10 € sind nach Verwaltungsauffassung ausgenommen.
Einordnung: Freigrenze
Eine Freigrenze stellt nur frei, solange sie nicht überschritten wird. Liegt der Betrag darüber, ist er vollständig steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil. Alle Freibeträge im Vergleich
Häufige Fragen
Wie viel darf ein Kundengeschenk 2026 kosten?
Höchstens 50 € netto je Empfänger im Jahr, damit es als Betriebsausgabe abziehbar bleibt.
Was passiert bei 60 €?
Dann ist das gesamte Geschenk nicht abziehbar.
Seit wann gilt die 50-Euro-Grenze?
Seit dem Wirtschaftsjahr 2024 (Wachstumschancengesetz), vorher galten 35 €.
Hinweis: Diese Seite erklärt die gesetzliche Lage und rechnet nach den Formeln des Gesetzes. Sie ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall.
Quellen und Stand
Werte abgeglichen mit den genannten Quellen am 14.10.2026. Für 2024 und 2025 gelten die jeweils damals gültigen Gesetzesfassungen.
- § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG (gesetze-im-internet.de) abgerufen 14.10.2026
- Anwendungsvorschriften § 52 EStG abgerufen 14.10.2026
Recherche, Rechenkern und Pflege: Redaktion Steuer-Freibetrag.de. Jede Zahl prüfen wir vor Veröffentlichung von Hand gegen den Gesetzestext. Fehler gefunden? Schreib uns, wir korrigieren sichtbar.